Frauen ab 40: Warum ihre Ausstrahlung Männer fasziniert

Warum Frauen ab 40 oft eine ganz besondere Ausstrahlung entwickeln
13–20 Minuten

Mir fällt bei manchen Frauen ab vierzig etwas auf, das ich nur schwer mit ihrem Aussehen erklären kann.

Sie müssen sich nicht besonders in Szene setzen, um interessant zu wirken.

Oft reicht schon ein Gespräch, und ich merke, dass ich gerne länger zugehört hätte.

Es ist die Art, wie sie ihre Meinung sagen, wie selbstverständlich sie mit anderen Menschen umgehen und wie wenig sie sich darum bemühen, einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen.

In meinem Umfeld gibt es einige Frauen, bei denen ich genau das beobachte.

Dabei unterscheiden sie sich vollkommen voneinander.

Die eine ist humorvoll und redet gerne, die andere eher zurückhaltend. Manche sind verheiratet, andere leben allein oder haben nach einer langen Beziehung noch einmal neu angefangen.

Was mich an vielen von ihnen beeindruckt, hat weniger mit ihrem Alter zu tun als mit dem, was sie im Laufe der Jahre daraus gemacht haben.

Wir leben schließlich in einer Gesellschaft, in der Jugendlichkeit einen enormen Stellenwert besitzt.

Falten sollen möglichst verschwinden, graue Haare werden gefärbt, und in der Werbung scheint Attraktivität manchmal mit Mitte dreißig aufzuhören.

Dabei halte ich die Vorstellung, Frauen würden mit zunehmendem Alter zwangsläufig an Attraktivität verlieren, für ziemlich oberflächlich.

Denn eine besondere Ausstrahlung entsteht nicht allein durch ein schönes Gesicht oder eine gute Figur.

Manchmal entwickelt sie sich gerade durch Erfahrungen, Entscheidungen und die Erkenntnis, dass man längst nicht mehr jedem gefallen muss.

Und ich kann gut nachvollziehen, weshalb das auf viele Männer ausgesprochen anziehend wirkt.

Sie wissen, was sie wollen und vor allem, was nicht mehr

Warum Frauen ab 40 oft eine ganz besondere Ausstrahlung entwickeln

Eine Eigenschaft fällt mir bei selbstbewussten Frauen immer wieder auf: Sie machen aus ihren Wünschen kein großes Geheimnis.

Wenn ihnen etwas gefällt, sagen sie es. Wenn sie mit einer Situation unzufrieden sind, sprechen sie das ebenfalls an.

Natürlich gibt es auch mit vierzig oder fünfzig noch Unsicherheiten. Aber manche Frauen haben im Laufe ihres Lebens gelernt, wie anstrengend es sein kann, die eigenen Bedürfnisse ständig zurückzustellen.

Vielleicht haben sie jahrelang versucht, Erwartungen zu erfüllen, die überhaupt nicht zu ihnen passten.

Sie wollten niemanden enttäuschen, Konflikte vermeiden und möglichst für alle da sein.

Irgendwann merken sie, dass dabei häufig die eigenen Wünsche zu kurz kommen.

Interessant finde ich allerdings noch etwas anderes.

Manche Frauen wissen mit zunehmendem Alter nicht nur genauer, was sie möchten. Sie wissen auch sehr deutlich, was sie nicht mehr wollen.

Sie haben keine Lust mehr auf Menschen, die ständig etwas versprechen und sich anschließend nicht daran halten.

Sie möchten keine Beziehung führen, in der sie jeden zweiten Tag rätseln müssen, woran sie sind.

Und sie wollen ihre Freizeit nicht mehr mit Bekanntschaften verbringen, nach denen sie sich regelmäßig schlechter fühlen als vorher.

Das zeigt sich manchmal in ganz gewöhnlichen Situationen.

Eine Frau sagt eine Einladung ab, weil sie nach einer anstrengenden Woche lieber zu Hause bleiben möchte.

Sie braucht dafür weder eine ausführliche Erklärung noch eine erfundene Ausrede.

Oder sie spricht einen Mann direkt darauf an, dass sie sein Verhalten irritiert, statt tagelang jede seiner Nachrichten zu analysieren.

Solche Dinge wirken vielleicht unspektakulär.

Aber ich finde, sie verraten einiges darüber, wie jemand inzwischen mit sich selbst umgeht.

Eine Frau, die ihre Grenzen kennt, muss nicht automatisch streng oder unnahbar sein.

Sie kann freundlich, offen und liebevoll bleiben.

Sie hat lediglich gelernt, dass Freundlichkeit nicht bedeutet, zu allem Ja zu sagen.

Selbstbewusstsein muss nicht laut sein

Ich habe schon Menschen kennengelernt, die sehr selbstbewusst wirken wollten und dabei vor allem eines waren: laut.

Sie mussten in jedem Gespräch ihre Meinung durchsetzen, erzählten ständig von ihren Erfolgen oder versuchten, andere zu beeindrucken.

Bei den Frauen, deren Ausstrahlung ich besonders interessant finde, beobachte ich häufig etwas anderes.

Sie können eine klare Meinung vertreten, ohne daraus einen Wettbewerb zu machen.

Wenn jemand widerspricht, hören sie sich die andere Sichtweise an. Anschließend bleiben sie vielleicht trotzdem bei ihrer eigenen.

Nicht aus Trotz, sondern weil sie gute Gründe dafür haben.

Selbstbewusstsein zeigt sich für mich gerade in solchen Momenten.

Eine Frau muss nicht den ganzen Raum unterhalten, um interessant zu sein.

Manchmal genügt es, wenn sie ruhig erklärt, weshalb sie etwas anders sieht.

Auch in Beziehungen kann diese Haltung viel verändern.

Wer früher jede Meinungsverschiedenheit vermeiden wollte, stellt möglicherweise irgendwann fest, dass ständige Anpassung keine besonders gute Grundlage für eine Partnerschaft ist.

Eine Frau kann ihren Partner lieben und trotzdem anderer Meinung sein.

Sie darf Wünsche haben, Entscheidungen hinterfragen und auch einmal sagen, dass sie mit etwas nicht einverstanden ist.

Für manche Männer ist diese Klarheit sehr attraktiv.

Andere wünschen sich möglicherweise eine Partnerin, die häufiger nachgibt.

Aber eine Frau sollte ihre Persönlichkeit nicht kleiner machen müssen, nur damit eine Beziehung funktioniert.

Eine eigene Meinung zu haben bedeutet schließlich nicht, dass man keine Kompromisse eingehen kann.

Im Gegenteil: Wer seine Bedürfnisse kennt, kann oft viel klarer darüber sprechen, wo ein Kompromiss möglich ist und wo nicht.

Ihr persönlicher Stil ist kein Versuch mehr, jedem zu gefallen

Es gibt Frauen, die mit einem einfachen Outfit interessanter wirken als andere in der teuersten Designerkleidung.

Das liegt natürlich auch am persönlichen Geschmack.

Trotzdem glaube ich, dass Kleidung eine andere Wirkung bekommt, wenn jemand wirklich weiß, worin er sich wohlfühlt.

Viele Menschen verbringen ihre jüngeren Jahre damit, unterschiedliche Stile auszuprobieren.

Sie orientieren sich an Trends, an Freunden, an Prominenten und manchmal auch daran, was ein bestimmter Partner attraktiv findet.

Daran ist überhaupt nichts verkehrt.

Mit der Zeit entdecken manche Frauen allerdings, dass sie sich gar nicht ständig neu erfinden möchten.

Sie wissen inzwischen, welche Farben ihnen gefallen, welche Kleidung sie gerne tragen und mit welcher Frisur sie sich am wohlsten fühlen.

Vielleicht trägt eine Frau seit Jahren kurze Haare, obwohl andere ihr immer wieder erklären, lange Haare seien weiblicher.

Eine andere liebt auffälligen Schmuck, während ihre Freundin am liebsten Jeans, Sneaker und schlichte Oberteile trägt.

Beide können eine besondere Ausstrahlung haben.

Entscheidend ist für mich weniger, was sie tragen, sondern wie selbstverständlich sie damit umgehen.

Sie müssen nicht ständig überprüfen, ob ihr Outfit den Erwartungen anderer entspricht.

Natürlich kann sich der eigene Geschmack auch mit fünfzig noch verändern.

Eine Frau darf neue Trends ausprobieren, sich schminken, die Haare färben oder mit ihrem Aussehen experimentieren, so oft sie möchte.

Es geht schließlich nicht darum, ab vierzig auf bestimmte Dinge zu verzichten.

Interessant wird es, wenn sie diese Entscheidungen für sich selbst trifft.

Ich finde, man merkt häufig, ob jemand seinen eigenen Stil gefunden hat oder sich in einer Rolle bewegt, die eigentlich nicht zu ihm passt.

Und dieses Gefühl, mit dem eigenen Auftreten zufrieden zu sein, kann sehr anziehend wirken.

Lebenserfahrung verändert den Blick auf andere Menschen

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Es gibt einen Unterschied zwischen einem Menschen, der einfach nur auf seine Gelegenheit zum Reden wartet, und jemandem, der sich wirklich für sein Gegenüber interessiert.

Das hat nicht ausschließlich mit dem Alter zu tun.

Dennoch können Erfahrungen unseren Umgang mit anderen Menschen verändern.

Wer bereits Enttäuschungen erlebt, schwierige Entscheidungen getroffen oder nach einer Trennung wieder von vorne angefangen hat, betrachtet manche Situationen möglicherweise anders als früher.

Eine Frau, die weiß, wie sich eine schmerzhafte Beziehung anfühlt, lässt sich vielleicht nicht mehr so leicht von großen Versprechungen beeindrucken.

Sie achtet stärker darauf, ob Worte und Verhalten zusammenpassen.

Oder sie erkennt schneller, wenn jemand zwar ausgesprochen charmant ist, sich aber kaum für ihre Gedanken und Gefühle interessiert.

Ich finde diese Art von Erfahrung interessant, weil sie Gespräche verändern kann.

Mit jemandem zu sprechen, der unterschiedliche Lebensphasen durchlaufen hat, eröffnet häufig neue Perspektiven.

Man hört Geschichten über Entscheidungen, die funktioniert haben, und andere, die man heute anders treffen würde.

Gerade Letzteres finde ich sympathisch.

Menschen, die offen über eigene Fehler sprechen können, wirken auf mich oft wesentlich angenehmer als diejenigen, die rückblickend angeblich immer alles richtig gemacht haben.

Natürlich macht Lebenserfahrung niemanden automatisch klüger.

Auch mit fünfzig kann man sich in den falschen Menschen verlieben, Warnzeichen übersehen oder einer Hoffnung hinterherlaufen, die sich später als unrealistisch herausstellt.

Aber man hat möglicherweise mehr Vergleichsmöglichkeiten.

Man kennt bestimmte Situationen bereits und kann besser einschätzen, welche Probleme sich lösen lassen und welche sich immer wiederholen.

Besonders beeindruckt mich dabei, wenn jemand seine Erfahrungen nicht dazu nutzt, andere vorschnell zu beurteilen.

Eine Frau kann eine klare Meinung haben und trotzdem verstehen, dass das Leben eines anderen Menschen ganz anders verlaufen ist.

Diese Mischung aus Erfahrung, Interesse und Offenheit macht Gespräche interessant.

Und manchmal entsteht Anziehung eben genau dort: in einem Gespräch, das man eigentlich längst hätte beenden können, aber nicht beenden möchte.

Sie haben sich ein eigenes Leben aufgebaut

Wenn ich an Frauen über vierzig in meinem Umfeld denke, fallen mir ganz unterschiedliche Lebenswege ein.

Manche haben sich beruflich etwas aufgebaut und sind stolz auf das, was sie erreicht haben.

Andere haben Kinder großgezogen, schwierige Familienphasen gemeistert oder sich jahrelang um Menschen gekümmert, die ihre Unterstützung gebraucht haben.

Wieder andere haben nach einer Trennung eine neue Wohnung gesucht, den Beruf gewechselt oder zum ersten Mal wirklich allein gelebt.

Es gibt auch Frauen, die mit vierzig feststellen, dass sie noch einmal etwas völlig anderes machen möchten.

Vielleicht beginnen sie eine Ausbildung, gründen ein Unternehmen oder ziehen in eine andere Stadt.

Was mich daran beeindruckt, ist nicht unbedingt der äußere Erfolg.

Es ist die Tatsache, dass diese Frauen Erfahrungen gesammelt haben und Entscheidungen treffen mussten, die ihnen niemand abnehmen konnte.

Sie kennen ihre Fähigkeiten, wissen aber häufig auch, wo ihre Grenzen liegen.

Dabei muss eine Frau weder Mutter noch verheiratet, beruflich erfolgreich oder finanziell vollkommen unabhängig sein, um mit ihrem Leben zufrieden zu sein.

Jeder Mensch hat andere Vorstellungen davon, was ein erfülltes Leben ausmacht.

Eine Frau kann sich in ihrer Familie verwirklicht fühlen, eine andere in ihrer Arbeit und eine dritte in einem Leben, das bewusst viel Raum für persönliche Interessen lässt.

Ich persönlich finde Menschen interessant, die etwas haben, das ihnen wirklich wichtig ist.

Das kann ein Beruf sein, ein Hobby, eine Leidenschaft oder ein Ziel, auf das sie hinarbeiten.

Denn dann gibt es in ihrem Leben Dinge, über die sie mit Begeisterung sprechen können.

Eine Frau, die eigene Interessen pflegt, bringt diese Erfahrungen auch in eine Beziehung mit.

Sie erwartet nicht unbedingt, dass ihr Partner jede freie Minute mit ihr verbringt oder sämtliche Wünsche und Bedürfnisse erfüllt.

Und ebenso wenig muss sie auf ihre eigenen Interessen verzichten, nur weil sie verliebt ist.

Für einen Mann, der selbst ein eigenständiges Leben führt, kann das eine sehr angenehme Grundlage für eine Partnerschaft sein.

Zwei Menschen müssen schließlich nicht alles gemeinsam machen, um sich nah zu sein.

Sie haben gelernt, das Leben bewusster zu genießen

Eine weitere Veränderung, die ich bei manchen Menschen mit zunehmendem Alter beobachte, betrifft ihren Umgang mit Zeit.

Früher sollte vieles möglichst schnell gehen.

Man wollte beruflich vorankommen, etwas erleben, neue Menschen kennenlernen und bloß keine Gelegenheit verpassen.

Irgendwann verschieben sich möglicherweise die Prioritäten.

Ein freier Sonntag muss dann nicht mehr mit fünf verschiedenen Aktivitäten gefüllt werden.

Ein gutes Essen, ein Nachmittag mit Freunden oder ein Spaziergang können vollkommen ausreichen.

Manche Frauen wissen inzwischen auch sehr genau, welche Dinge ihnen Freude machen.

Sie kennen ihre Lieblingsorte, haben Interessen entwickelt und wissen, mit welchen Menschen sie gerne Zeit verbringen.

Wenn sie verreisen möchten und es sich leisten können, warten sie vielleicht nicht mehr jahrelang auf den perfekten Anlass.

Oder sie beschließen, endlich etwas auszuprobieren, worüber sie schon lange nachgedacht haben.

Natürlich ist das Leben mit vierzig nicht automatisch entspannter.

Viele Frauen stehen mitten im Berufsleben, kümmern sich um ihre Kinder oder unterstützen ältere Angehörige.

Gerade deshalb kann die verfügbare Freizeit einen anderen Stellenwert bekommen.

Ich finde es sympathisch, wenn jemand die schönen Dinge des Lebens genießen kann, ohne ständig nach etwas noch Aufregenderem zu suchen.

Eine Frau muss keine außergewöhnlichen Geschichten erzählen, um eine interessante Gesprächspartnerin zu sein.

Manchmal reicht es, wenn sie mit ehrlicher Begeisterung über etwas spricht, das ihr Freude macht.

Das kann ansteckend sein.

Und ich glaube, dass auch diese Fähigkeit, das eigene Leben bewusst zu genießen, zu einer besonderen Ausstrahlung beitragen kann.

Warum manche Männer Frauen ab 40 besonders attraktiv finden

Wenn Männer über attraktive Frauen sprechen, geht es natürlich auch um das Aussehen.

Alles andere wäre eine ziemlich unrealistische Darstellung.

Körperliche Anziehung spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle, und persönliche Vorlieben unterscheiden sich erheblich.

Manche Männer fühlen sich eher von jüngeren Frauen angezogen, andere bevorzugen gleichaltrige oder ältere Partnerinnen.

Mich interessiert bei diesem Thema aber etwas anderes.

Was macht eine Frau über den ersten Eindruck hinaus interessant?

Ich glaube, dass sich diese Frage für viele Männer mit zunehmender Lebenserfahrung verändert.

Ein Mann, der bereits längere Beziehungen geführt hat, weiß möglicherweise genauer, was ihm in einer Partnerschaft wichtig ist.

Vielleicht hat er selbst erlebt, wie anstrengend es sein kann, wenn zwei Menschen kaum miteinander kommunizieren oder ständig versuchen, die Gedanken des anderen zu erraten.

Dann kann eine Frau besonders interessant sein, die offen sagt, was sie möchte.

Wenn sie sich eine feste Beziehung wünscht, muss sie nicht so tun, als wäre ihr alles gleichgültig.

Wenn sie gerade niemanden kennenlernen möchte, kann sie das ebenfalls deutlich machen.

Eine solche Klarheit erspart zwar nicht jede Enttäuschung, aber oft unnötige Missverständnisse.

Auch eine Frau mit eigenen Interessen kann auf einen Mann attraktiv wirken.

Sie hat Freunde, Ziele und Dinge, die sie gerne unternimmt.

Das bedeutet nicht, dass sie in einer Beziehung weniger Nähe möchte.

Sie bringt lediglich bereits ein eigenes Leben mit.

Aus meiner Sicht kann genau das eine Partnerschaft bereichern.

Interessant finde ich außerdem Frauen, mit denen man über unterschiedliche Themen sprechen kann.

Eine Frau, die Erfahrungen gesammelt hat, eine eigene Meinung vertritt und sich trotzdem für die Perspektive ihres Gegenübers interessiert, kann einen Mann auf eine Weise faszinieren, die über das Äußere hinausgeht.

Das muss nicht einmal ein besonders tiefgründiges Gespräch sein.

Gemeinsam über etwas lachen zu können, ein wenig miteinander zu scherzen oder dieselben alltäglichen Dinge komisch zu finden, kann mindestens genauso wichtig sein.

Manchmal merkt man bereits nach kurzer Zeit, ob man sich in der Gesellschaft eines anderen Menschen wohlfühlt. Manchmal stellt man nach zwei Stunden fest, dass man noch immer Gesprächsstoff hat.

Für mich ist das ein wesentlicher Bestandteil von Anziehung.

Dabei wäre es falsch, diese Eigenschaften ausschließlich Frauen über vierzig zuzuschreiben.

Aber es ist gut möglich, dass manche Frauen sie im Laufe ihres Lebens weiterentwickelt haben.

Nicht die Zahl auf ihrem Geburtstag macht sie interessant, sondern die Persönlichkeit, die sie bis dahin entwickelt haben.

Auch eine selbstbewusste Frau darf verletzlich sein

Bei all dem möchte ich eines nicht übersehen.

Eine Frau kann beruflich erfolgreich sein und trotzdem Angst vor einer neuen Beziehung haben.

Sie kann nach außen souverän wirken und sich gelegentlich fragen, ob sie eine falsche Entscheidung getroffen hat.

Vielleicht beschäftigt sie sich mit Veränderungen ihres Körpers, einer Trennung oder mit Lebensplänen, die sich anders entwickelt haben als ursprünglich erhofft.

Solche Unsicherheiten verschwinden nicht automatisch, nur weil jemand älter wird.

Das müssen sie auch nicht.

Ich finde sogar, dass gerade der Umgang mit der eigenen Verletzlichkeit viel über einen Menschen verrät.

Es braucht Mut, um zuzugeben, dass man nicht immer alles im Griff hat.

Eine Frau, die offen über ihre Gefühle sprechen kann und gleichzeitig Verantwortung für ihr eigenes Verhalten übernimmt, wirkt auf mich glaubwürdiger als jemand, der unter keinen Umständen Schwäche zeigen möchte.

Das bedeutet nicht, dass man bei jeder Gelegenheit seine Sorgen offenlegen muss.

Manchmal möchte man bestimmte Dinge einfach für sich behalten.

Aber wer sich selbst nicht ständig als vollkommen stark und unabhängig darstellen muss, kann anderen Menschen oft auch auf eine ehrlichere Weise begegnen.

Schließlich suchen die meisten von uns keine Partner, die niemals Fehler machen.

Wir möchten jemanden, mit dem wir über Probleme sprechen können, ohne befürchten zu müssen, dafür verurteilt zu werden.

Eine selbstbewusste Frau darf also genauso unsicher, enttäuscht oder traurig sein wie jeder andere Mensch.

Ihre Erfahrungen nehmen ihr diese Gefühle nicht ab.

Sie können ihr aber dabei helfen, einen eigenen Umgang damit zu finden.

Warum das Alter allein nicht entscheidend ist

Wenn ich über die besondere Ausstrahlung mancher Frauen ab vierzig schreibe, bedeutet das nicht, dass mit diesem Geburtstag plötzlich eine völlig neue Persönlichkeit entsteht.

Es gibt Frauen, die schon mit fünfundzwanzig sehr selbstbewusst auftreten.

Andere entdecken ihren persönlichen Stil erst mit fünfundfünfzig oder entscheiden sich mit sechzig, noch einmal einen ganz neuen Weg einzuschlagen.

Persönliche Entwicklung folgt keinem festen Zeitplan.

Trotzdem kann die Lebensmitte eine Gelegenheit sein, die eigenen Prioritäten zu überdenken.

Welche Dinge sind mir heute noch wichtig? Welche Erwartungen habe ich früher erfüllt, obwohl sie nie wirklich zu mir gepasst haben? Womit möchte ich die kommenden Jahre verbringen?

Manche Menschen verändern daraufhin vieles in ihrem Leben.

Andere stellen fest, dass sie mit ihren bisherigen Entscheidungen zufrieden sind und gar keinen großen Neuanfang brauchen.

Beides kann richtig sein.

Wenn ich an die Frauen denke, deren Ausstrahlung mir besonders aufgefallen ist, verbindet sie deshalb auch kein bestimmter Lebensstil.

Die eine ist ausgesprochen gesellig, die andere genießt ihre Ruhe.

Manche lieben elegante Kleidung, andere interessieren sich kaum für Mode.

Einige wünschen sich eine Partnerschaft, während andere mit ihrem Leben als Single vollkommen zufrieden sind.

Was sie für mich interessant macht, ist ihre persönliche Art, mit diesen Entscheidungen umzugehen.

Sie können ihre Wünsche vertreten, ohne andere Menschen davon überzeugen zu müssen, genauso zu leben.

Sie haben häufig weniger Angst davor, dass nicht jeder ihre Entscheidungen gut findet.

Ich glaube, dass diese Haltung viel zur Ausstrahlung eines Menschen beitragen kann.

Wenn ich heute eine Frau kennenlerne, deren Persönlichkeit mich beeindruckt, frage ich mich jedenfalls selten, ob sie fünfunddreißig, fünfundvierzig oder fünfundfünfzig ist.

Mich interessiert, wie sie denkt, worüber sie lacht, was sie erlebt hat und ob ich mich gerne mit ihr unterhalte.

Vielleicht liegt darin auch der Grund, weshalb manche Frauen mit den Jahren für mich immer interessanter werden.

Sie haben nicht aufgehört, sich zu verändern.

Sie haben lediglich zunehmend herausgefunden, welche Veränderungen sie für sich selbst möchten.

Das kann man manchmal schon in einem ganz gewöhnlichen Gespräch bemerken.

Wie siehst du das? Hast du selbst die Erfahrung gemacht, dass du mit den Jahren selbstbewusster geworden bist, oder kennst du eine Frau, deren Ausstrahlung dich gerade wegen ihrer Persönlichkeit beeindruckt?

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Hinweis

Dieser Artikel verbindet persönliche Beobachtungen des Autors mit allgemeinen psychologischen Erkenntnissen über die Persönlichkeitsentwicklung im Erwachsenenalter. Die beschriebenen Eigenschaften treffen nicht auf alle Frauen ab 40 zu. Selbstbewusstsein, emotionale Reife und Lebenszufriedenheit entwickeln sich individuell und lassen sich nicht allein aus dem Alter ableiten. Auch die Frage, welche Eigenschaften Männer attraktiv finden, hängt von persönlichen Vorlieben ab.

Wissenschaftliche Quellen

  1. Orth, U., Erol, R. Y. & Luciano, E. C. (2018). Development of self-esteem from age 4 to 94 years: A meta-analysis of longitudinal studies. Psychological Bulletin, 144(10), 1045–1080.
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  2. Orth, U. & Robins, R. W. (2014). The Development of Self-Esteem. Current Directions in Psychological Science, 23(5), 381–387.
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  3. Carstensen, L. L., Fung, H. H. & Charles, S. T. (2003). Socioemotional Selectivity Theory and the Regulation of Emotion in the Second Half of Life. Motivation and Emotion, 27, 103–123.
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  4. Barrett, A. E. & Toothman, E. L. (2016). Explaining Age Differences in Women’s Emotional Well-Being: The Role of Subjective Experiences of Aging. Journal of Women & Aging.
    https://doi.org/10.1080/08952841.2015.1017426

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